Zum Photovoltaikstrom siehe >> Grün entzaubert.
Wir Stromkunden müssen ab 1.07.2022 keine EEG-Umlage mehr zahlen. Diese vermeintliche Wohltat zur Entlastung wurde von der Bundesregierung im Rahmen des „Osterpakets“ beschlossen.
Zum 01.01.2025 zahlen Privatverbraucher / Stromkunden eine neue Umlage, StromNEV, eine Zusatzabgabe auf die Stromnetzentgelte. Die Umlage beträgt für 2024 0,643 ct/kWh und ist notwendig, um die Netzkosten zu decken, so die Begründung.
Industriesubvention
In § 19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) hat der Verordnungsgeber, das Bundeswirtschaftsministerium, Sonderformen der Netznutzung geschaffen. Stromintensive Letztverbraucher haben einen Anspruch auf ein individuelles Netzentgelt. Wer ist das? Großunternehmen!
Abhängig vom Verbrauch wird bei denen ein Mindestnutzungsentgelt zwischen 10 % und 20 % des Regelnetzentgeltes fällig.
Die fehlenden 80 % bis 90 % der Netzentgelte werden über die Umlage finanziert. Zwei versteckte Subventionen, jeweils für die nutzenden Großunter-nehmen deren Kosten minimiert werden und die Netzbetreiber die keinen Kostenausfall haben, sprich deren originäres Unternehmensrisiko auf Null gesetzt wird. Und dann soll es jetzt auch noch Steuerermäßigungen geben.
Merke: Wer organisiert ist und eine Lobby hat nimmt Einfluss und gestaltet.
Frage: Besteht die Wirtschaft nur aus Großunternehmen?
Aufgrund unser aller Arbeitsleben NEIN! Warum erhalten nicht Unternehmen des Mittelstands solche Bonbons? Gibt es nicht, auf diesen Teilwirtschaftsbereich bezogen, abgrenzbar ebenfalls energieintensive produzierende Unternehmen, z.B. Bäcker, Maschinenbau, Rechenzentren etc.? Nachdem aktuell die Fairness als Stichwort und Begründung politisch strapaziert wird die Frage: „Wo bleibt die Fairness für Mittelstandsunternehmen und Verbraucher?“
Intelligentes Wirtschaften wäre z.B. nach Kriterien wie z.B. auch Beschäftigtenzahl, Lohnsummen, investiertes Kapital, etc. Wo sind denn in Großunternehmen bei dem Automatisierungsgrad noch hohe Personalbestände? Ist im Verhältnis nicht im Mittelstand mehr Beschäftigung?
Warum muss das Mindestnutzungsentgelt zwischen 10 % und 20 % liegen? Worauf basieren diese Prozentzahlen? Wenn tatsächlich alle einen Beitrag leisten sollen, dann würden vielleicht auch 30 % und 40 % trotz allem noch Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen. Allerdings, dann wären die Gewinnausschüttungen geringer.
Wie war das mit dem Sozialgedanken im Staat? Wie ist das mit der politischen Pflicht für alle gute Rahmenbedingungen zu schaffen? Fehlanzeige, stattdessen politische Misswirtschaft und ein fehlgeschlagener Kauf der deutschen Stromader von Nord nach Süd?